Italienische Liga begrenzt Anzahl der ausländischen Spieler
Das enttäuschende Abschneiden der italienischen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika hat erste Konsequenzen. Der Fußballverband beschränkte die Anzahl der Nicht-EU-Ausländer, die während einer Saison pro Verein verpflichtet werden dürfen, auf einen einzigen. Die Idee dahinter, den eigenen Nachwuchs zu fördern, leuchtet zwar ein – die Umsetzung erscheint aber mangelhaft. Statt offensiv mit dem Nachwuchsproblem umzugehen und Fördermaßnahmen und Jugendinternate zu unterstützen, die den eigenen Nachwuchs konkurrenzfähig machen, gehen die Verantwortlichen restriktiv mit dem Problem um und schotten ihre Liga ab. Diese Maßnahme dürfte eher das Gegenteil bewirken, nämlich eine weitere Verschlechterung des Niveaus. Ein Kritiker dieser Maßnahme, Liga-Präsident Maurizio Beretta, sieht das genauso:
Die Zahl der Ausländer einzuschränken, die in den italienischen Klubs spielen dürfen, wird nicht die Probleme des Fußballs lösen, sondern vor allem den Spitzenvereinen Probleme bereiten, die die meisten Ausländer unter Vertrag haben.
Übrigens war die Squadra Azzurra eine der wenigen Mannschaften bei der WM, die keinen einzigen Migranten in ihren Reihen hatte.
Quelle: diepresse.com
Kategorie: Internationaler Fußball, Italien, Seria A Kommentare deaktiviert