News Ticker

Englischer Transferwahn: Löw entspannt – Heidel prophezeit Kollaps

Die Premier League hat in der abgelaufenen Transferperiode Unmengen an Geld in den Markt gepumpt und mitunter horrende Summen für Spieler bezahlt. Während Bundestrainer Joachim Löw mit Hinblick auf die Nationalmannschaft die englische Kaufkraft keine Kopfschmerzen bereitet, prophezeit Mainz-Manager Christian Heidel einen Kollaps des englischen Fußballs.

Die Engländer haben in diesem Sommer neue Maßstäbe auf dem Transfermarkt gesetzt und somit einen Vorgeschmack gegeben, was im kommenden Jahr passiert, wenn der neue milliardenschwere TV-Vertrag in Kraft tritt. Doch Löw bleibt entspannt, auch wenn die Engländer „verstärkt Spieler aus der Bundesliga für hohe Ablösesummen“ verpflichten. „Das Geld kommt hierher, und wenn die Vereine sinnvoll damit umgehen und es in die Ausbildung investieren, kommt es dem deutschen Fußball und vor allem der Nationalmannschaft zugute“, sagte Löw im Rahmen einer Pressekonferenz vor dem EM-Qualifikationsspiel am Freitag gegen Polen und ergänzte: „Dann wird es dem deutschen Fußball dauerhaft helfen.“

Mainz-Manager Christian Heidel sorgt sich indes im Gespräch mit der „Bild“ um den englischen Fußball, wobei er vor allem in den hohen Spielergehältern ein Problem sieht: „Weil die englischen Klubs irre Gehälter für durchschnittliche Spieler zahlen, die sie außerhalb von England nicht mehr loswerden! Die Klubs, die sich das leisten können haben kein Interesse, der Rest kann sie nicht zahlen. Okay, im Moment sind da noch drei, vier türkische Klubs, die auch mit Geld um sich werfen… Aber, die Engländer kaufen ja jedes Jahr neue Spieler hinzu. Und dann werden die Kader irgendwann viel zu groß. Ich vermute, die werden bald mal genau so viel Geld für Abfindungen ausgeben, wie für Transfers!“