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Transferfenster: Bierhoff plädiert für frühere Schließung

Oliver Bierhoff / By Tomukas - Thomas Holbach (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

In der Diskussion über eine frühere Schließung des Transferfenster hat sich nun auch Oliver Bierhoff zu Wort gemeldet. Dabei hat der Manager der deutschen Fußballnationalmannschaft eine klare Vorstellung: „Kein Wechsel nach Spieltag eins!“

Ginge es nach Oliver Bierhoff, würde das Transferfenster bereits vor dem Saisonstart in der Bundesliga geschlossen werden. Mit diesem Vorschlag ließen sich nach Auffassung des 47-Jährige die „ungesunden“ Ablösesummen im Fußball zumindest entgegenwirken. Dabei stellt sich Bierhoff die Frage: „Warum ist das Transferfenster so lange offen? Das provoziert geradezu diese Entwicklung. Ich würde mir wünschen, dass vor dem ersten Spieltag keine Spielerwechsel mehr möglich wären.“ Im Gespräch mit dem „Kölner Express“ ergänzte er: „Bedenklich ist, dass für Spieler, die vor ein paar Wochen zehn Millionen Euro kosteten, jetzt 30 Millionen Euro gezahlt wird. Das ist ungesund.“

Erst kürzlich hatten auch FC Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sowie Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, eine frühere Schließung des Transferfenster angeregt.

Bierhoff warnte, dass der Fußball aufpassen müsse, welcher Weg eingeschlagen wird. „Bei aller notwendigen Kommerzialisierung dürfen wir uns nicht von den Fans abwenden.“ Darüber hinaus befürchtet Bierhoff, dass sonst einem „Giereffekt“ Tür und Tor geöffnet werden: „So nach dem Motto: Wie bekomme ich noch mehr Geld, wie werde ich noch reicher? Außerdem bringen diese Summen Unruhe in eine Mannschaft. Es ist ganz wichtig, dass der Sport weiter im Mittelpunkt steht.“

Foto: By Tomukas – Thomas Holbach, wikipedia, Creative Commons Lizenz